Standard für den deutschen Alano
des
Allgemeinen Deutschen Alano Klubs e.V.
Mittlerweile kann man den Alano als deutsche Zuchtrichtung und damit als deutschen Alano bezeichnen.Der deutsche Alano ist aus den Rassen: Cane Corso, Presa Mallorquin, Presa Canario hervorgegangen. Über Einkreuzungen von Dogo Argentino und Bulldoggen gibt es Vermutungen, Beweise liegen uns hierfür nicht vor. Wir bemühen uns jedoch nach Möglichkeit um Aufklärung. Aus diesem Grund ist dieser Standard von uns überarbeitet worden und für den ADAK e.V. maßgebend
Als Verbreitungsgebiet ist Deutschland und nicht der Mittelmeerraum der Ausgangsrassen, anzusehen.
Subspezies: Molosser Typ A
Erscheinung und Wesen: Kleinere, kurzhaarige Molosserrasse, übermittelgroß, gestreckt, sehr muskulös und leistungsfähig, brachyzephaler Typ ohne molossoide Übertreibung und Überladenheit, ruhig, ausgeglichen und nervenstark, ernstzunehmender Kämpfer, Wächter und Schutzhund für Personen und Besitz. Traditionsgemäß sehr guter Treiber und Bändiger von Großvieh, auch als Packer für wehrhaftes Wild geeignet. Von ausgeglichener Wesensart in der Grundstimmung zeigt er bei geringer Schärfe viel Kampftrieb. Im Körperbau neigt er bei aller Kraft und Wucht nicht zu Übertreibungen, sondern ist funktionell und leistungsfähig. Unerwünschte Schärfe, Bissigkeit und Nervosität sind ihm fremd, er ist geradlinig auch im Kampf, nie falsch und zeigt deutlich seine Stimmung und Absichten.
Äußere Erscheinung:
1. Schulterhöhe: Rüden messen am Widerrist 63 bis 70 cm, Hündinnen 60 bis 65.
2. Gewicht: Der austrainierte, muskulöse nicht fette Alano wiegt als Rüde je nach Schulterhöhe 40 bis 55 kg, als Hündin 35 bis 45 kg.
3. Kopf: Vom brachyzephalen Typ mit deutlichem aber nicht übertriebenen Stopp, nicht zu kurzem, breiten Fang, der sich zur Spitze hin wenig verjüngt. Kräftiger, wuchtiger Kopf, jedoch nicht überladen oder klobig. Schädel : Fang ca. 6 : 4
4. Schädel: Breit, kräftig, wuchtig mit deutlicher Stirnfurche und wenig betontem Hinterhauptbein. Ausgeprägte Schläfen- und Kaumuskeln.
5. Fang: Im Profil gesehen gerade, in der Draufsicht nur leicht zur Spitze hin sich verjüngend mit breiter Schneidezahnleiste. Kräftig und tief, nicht zu kurz.
6. Nasenschwamm: Groß, breit, gut pigmentiert, Nasenlöcher weit geöffnet.
7. Belefzung: Molossoid, mittelstark, nicht zu sehr gefaltet und tief hängend. Oberlippe bildet von vorne gesehen ein V. Schleimhäute schwarz pigmentiert.
8. Zähne und Kiefer: Vollzahniges, starkes Gebiß, Kieferstellung Schere oder Zange. Weit auseinanderstehende Fangzähne, Schneidezähne in gerader Reihe. Kiefernäste mäßig nach außen gebogen.
9. Augen: Leicht oval, weit auseinanderstehend, dunkel, Lider gut anliegend, das Unterlied darf die Konjunktiven nur leicht sehen lassen. Keine Glotzaugen oder Ansätze zu En- oder Ektropium. Blick gelassen, ruhig, entschlossen, ernst, nie dumm, schläfrig oder überdreht.
10. Ohren: Ausschliesslich unkupiert, nicht zu groß, jedoch zum Kopf passend,V-förmig hängend und anliegend getragen.
11. Hals: Kräftig, muskulös, gerade, mittellang, zylinderförmig. Leicht ausgeprägte Kehlwamme, nicht plump, stiernackig, überladen oder dünn und windig.
12. Rumpf: Rechteckig, etwas länger im Rücken als die Widerristhöhe. Kräftig, breit mit tiefer Brust und gut aufgewölbten Rippen. Beweglich, nicht plump.
13. Rücken: In der Lende lang, breit und kräftig, etwas aufgewölbt, Kruppe nicht zu kurz, mit 45° abfallend. Widerrist und Kruppe gleichhoch, geringe Überbauung akzeptabel. Stark bemuskelt.
14. Flanken: Nur wenig aufgezogen.
15. Rute: Hoch angesetzt, im Ansatz dick, zur Spitze sich verjüngend, bis zum Sprunggelenk reichend, leichte seitliche Abweichung möglich. Keine Knickruten. In der Erregung säbelförmig getragen, nicht geringelt.
16. Vorderhand: Kräftige Laufknochen, gut bemuskelt, vollkommen senkrecht aus allen Perspektiven, langer Oberarm für guten Raumgewinn. Brust reicht mindestens bis zum Ellbogen. Aufgeknöchelte Katzenpfoten, Nägel und Ballen robust und hart, Zehen engstehend. Knochen kräftig und substanzvoll, aber nicht übertrieben und plump. Schulter schräg, Winkel Schulterblatt-Oberarm ca. 100°, Oberarm-Unterarm ca. 120°.
17. Hinterhand: Aus jeder Sicht kraftvoll mit guter Knochensubstanz aber nicht plump und schwammig, Knochen gerade. Oberschenkel stark bemuskelt, nicht zu flach. Mittlere Winkelungen. Von hinten breitstehend, parallel, nicht kuhhessig. Wolfskralle möglich. Katzenpfoten, gut aufgeknöchelt, eng stehende Zehen. Der Hund soll aus seiner Hinterhand im Trab und Galopp krafzvollen Schub erhalten. Kein ausgesprochenes Trabergebäude mit abfallender Kruppe und überwinkelter Hinterhand.
18. Haut: Elastisch, dick, nicht zu lose. Schleimhäute dunkel pigmentiert.
19. Haarkleid: Kurz, länger an Widerrist, Kehle und Hinterseiten der Oberschenkel. Struktur nicht fein und seidig, sondern etwas grob und rauh. Je nach Haltung kann das Haarkleid in der Kälte länger sein.
20. Farben: Gestromt und einfarbig rot, falb oder sandfarben in allen Schattierungen, meist mit weißen Abzeichen. Auch schwarz und weiß mit Platten, weiß mit Kopfabzeichen. Fehlerhaft ist reinweiß und eine generell schwache Pigmentierung, sowie Blue Merle.
21. Leichte Fehler: Zu molossoider oder zu leichter Typ, leichte Kampftriebmängel, Knickrute, leichte Gebäudefehler, Bänderschwächen, P-1 Verlust. Niedere Reizschwelle. Nervosität
22. Schwere Fehler: Windige Erscheinung, leichter Vorbiß, Kampftriebmangel, Patella Luxation, nicht traumatische Bänderrisse, Pigmentfehler, aseptische Humeruskopfnekrose, über P1 hinausgehende Prämolarenverluste, Scheuheit, sehr niedrige Reizschwelle.
23. Zuchtausschließende Fehler: Monorchismus, Kryptorchismus, Rückbiß, leichte,mittlere und schwere HD, jede Form von Ellenbogendysplasie, schwere Pigmentfehler, Albinismus, Feigheit, Angstbeißer, Taubheit, fehlende Unterwolle, soziale Unverträglichkeit. Mai 2011
Auszugsweise von R.Sewerins Prototypenstandard übernommen.
ENTWURF
eines
Standard des Alano
(Prototyp)
Name: Alano
Synonyma je nach Ursprungsland: Presa, buldog español, presa español, Presa Canario, Presa Mallorquín, Ca de Bou, Rafeiro, Fila da Terceira, Fila de Sâo Miguel, Cane Corso, Dogo Argentino, Dogue du Midi, Dogue de Bordeaux, Mastino.
Verbreitung: Im gesamten westlichen Mittelmeerraum, Südwestfrankreich, Süditalien, Sizilien, Balearen, Kanarische Inseln, Azoren und in den spanisch-portugiesischen amerikanischen Überseegebieten.
Subspezies: Molosser Typ A
Erscheinung und Wesen: Kleinere, kurzhaarige Molosserrasse, übermittelgroß, gestreckt, sehr muskulös und leistungsfähig, brachyzephaler Typ ohne molossoide Übertreibung und Überladenheit, ruhig, ausgeglichen und nervenstark, ernstzunehmender Kämpfer, Wächter und Schutzhund für Personen und Besitz. Traditionsgemäß sehr guter Treiber und Bändiger von Großvieh, auch als Packer für wehrhaftes Wild geeignet. Von ausgeglichener Wesensart in der Grundstimmung zeigt er bei geringer Schärfe viel Kampftrieb. Im Körperbau neigt er bei aller Kraft und Wucht nicht zu Übertreibungen, sondern ist funktionell und leistungsfähig. Unerwünschte Schärfe, Bissigkeit und Nervosität sind ihm fremd, er ist geradlinig auch im Kampf, nie falsch und zeigt deutlich seine Stimmung und Absichten.
Äußere Erscheinung:
1. Schulterhöhe: Rüden messen am Widerrist 58 bis 65 cm, Hündinnen 55 bis 63.
2. Gewicht: der austrainierte, muskulöse aber nie fette Alano wiegt als Rüde ja nach Schulterhöhe 42 bis 55 kg, als Hündin 38 bis 48 kg.
3. Kopf: vom brachyzephalen Typ mit deutlichem aber nicht übertriebenen Stop, nicht zu kurzem, breiten Fang, der sich zur Spitze hin wenig verjüngt. Kräftiger, wuchtiger Kopf, jedoch nicht überladen oder klobig. Schädel : Fang ca. 6 : 4 ...
4. Schädel: breit, kräftig, wuchtig mit deutlicher Stirnfurche und wenig betontem Hinterhauptbein. Starke Schläfen- und Kaumuskeln.
5. Fang: im Profil gesehen gerade, in der Draufsicht nur leicht zur Spitze hin sich verjüngend mit breiter Schneidezahnleiste. Kräftig und tief, nicht zu kurz.
6. Nasenschwamm: groß, breit, gut pigmentiert, Nasenlöcher weit geöffnet.
7. Belefzung: molossoid, aber nur mittelstark, nicht zu sehr gefaltet und tief hängend. Oberlippe bildet von vorne gesehen ein V. Schleimhäute schwarz pigmentiert.
8. Zähne und Kiefer: vollzahniges, starkes Gebiß, Kieferstellung Schere oder Zange, leichter Vorbiß tolerierbar. Weit auseinanderstehende Fangzähne, Schneidezähne in fast gerader Reihe. Kiefernäste mäßig nach außen gebogen.
9. Augen: leicht oval, weit auseinanderstehend, dunkel, Lider gut anliegend, das Unterlied darf die Konjunktiven nur leicht sehen lassen. Keine Glotzaugen oder Ansätze zu En- oder Ektropium. Blick gelassen, ruhig, entschlossen, ernst, nie dumm, schläfrig oder überdreht.
10. Ohren: je nach den Bestimmungen des Ursprungslandes kupiert oder unkupiert. Kupierte Ohren sollen kurz, dreieckig, leicht gespitzt sein, unkupierte nicht zu groß, V-förmig hängend und anliegend getragen.
11. Hals: kräftig, muskulös, gerade, mittellang, zylinderförmig. Leicht ausgeprägte Kehlwamme, nicht plump, stiernackig, überladen oder dünn und windig.
12. Rumpf: rechteckig, etwas länger im Rücken als die Widerristhöhe. Kräftig, breit mit tiefer Brust und gut aufgewölbten Rippen. Beweglich, nicht plump.
13. Rücken: in der Lende lang, breit und kräftig, etwas aufgewölbt, Kruppe nicht zu kurz, mit 45° abfallend. Widerrist und Kruppe gleichhoch, geringe Überbauung akzeptabel. Stark bemuskelt.
14. Flanken: nur wenig aufgezogen.
15. Rute: hoch angesetzt, im Ansatz dick, zur Spitze sich verjüngend, bis zum Sprungelenk reichend, leichte seitliche Abweichung möglich. Keine Knickruten. In der Erregung säbelförmig getragen, nicht geringelt.
16. Vorderhand: kräftige Laufknochen, gut bemuskelt, vollkommen senkrecht aus allen Perspektiven, langer Oberarm für guten Raumgewinn. Brust reicht mindestens bis zum Ellbogen. Aufgeknöchelte Katzenpfoten, Nägel und Ballen robust und hart, Zehen engstehend. Knochen kräftig und substanzvoll, aber nicht übertrieben und plump. Schulter schräg, Winkel Schulterblatt-Oberarm ca. 100°, Oberarm-Unterarm ca. 120°.
17. Hinterhand: aus jeder Sicht kraftvoll mit guter Knochensubstanz aber nicht plump und schwammig, Knochen gerade. Oberschenkel stark bemuskelt, nicht zu flach. Mittlere Winkelungen. Von hinten breitstehend, parallel, nicht kuhhessig. Wolfskralle möglich. Katzenpfoten, gut aufgeknöchelt, eng stehende Zehen. Der Hund soll aus seiner Hinterhand im Trab und Galopp krafzvollen Schub erhalten. Kein ausgesprochenes Trabergebäude mit abfallender Kruppe und überwinkelter Hinterhand.
18. Haut: elastisch, dick, nicht zu lose. Schleimhäute dunkel pigmentiert.
19. Haarkleid: kurz, länger an Widerrist, Kehle und Hinterseiten der Oberschenkel. Struktur nicht fein und seidig, sondern etwas grob und rauh. Je nach Haltung kann das Haarkleid in der Kälte länger sein.
20. Farben: gestromt und einfarbig rot, falb oder sandfarben in allen Schattierungen, meist mit weißen Abzeichen. Auch schwarz und weiß mit Platten, weiß mit Kopfabzeichen. Fehlerhaft ist reinweiß, blau und leberfarben mit schwacher Pigmentierung, sowie Harlekinschecken.
21. Leichte Fehler: zu molossoider oder zu leichter Typ, leichte Kampftriebmängel, jede Form von HD, Knickrute, leichte Gebäudefehler, Bänderschwächen, P-1 Verlust. Niedere Reizschwäche. Nervosität.
22. Schwere Fehler: windige Erscheinung, starker Vorbiß, Kampftriebmangel, leichte HD, Ellenbogendysplasie, Patella Luxation, nicht traumatische Bänderrisse, Pigmentfehler, aseptische Humeruskopfnekrose, über P1 hinausgehende Prämolarenverluste, Scheuheit, sehr niedrige Reizschwelle.
23. Zuchtausschließende Fehler: Monorchismus, Kryptorchismus, Rückbiß, mittlere und schwere HD, schwere Pigmentfehler, Albinismus, Feigheit, Angstbeißer
Rudolf Sewerin
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73479 Ellwangen
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